Happiness - Glück oder Zufriedenheit?

Ich war immer fest davon überzeugt: mein übergeordnetes Ziel im Leben, mein „Auftrag“ sei, glücklich zu sein.
Mich fasziniert das Konzept von Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück. Glücklich sein.
Alles ist im Fluss, wir fühlen uns wohl. Sonne, Liebe, Freiheit, ein Regenbogen, ein Sonnenuntergang, warmer Regen an einem Sommertag, liebe Menschen, die es gut mit uns meinen… Wer möchte das nicht?

Was ist Glück überhaupt?

Ich habe in meinem Leben immer Glück gehabt. Ich fühle mich als Glückskind, das schon oft das Glückslos gezogen hat. Aber das ist doch nicht mein Verdienst. Vielmehr wurde mir  – ohne eigene Leistung, ohne eigenes Zutun – ein grosses Geschenk des Lebens zuteil.
Oder ich war oftmals einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Bereit, die Chance zu ergreifen oder mich auf das Unbekannte einzulassen. Aber kann ich wirklich nach Glück streben?
Bin ich erst dann glücklich, wenn ich in meinem Traumjob arbeite, meinen Traumpartner gefunden, mein Traumhaus gebaut oder meinen Traum erfüllt habe?
Ist das der richtige Ansatz?
Kann ich das wirklich beeinflussen?
Oder ist Glück vielmehr Zufall, Fügung oder eine Laune des Schicksals?

Ich glaube, dass Glück kein (Dauer)Zustand ist, sondern eine Momentaufnahme. Ich denke auch nicht, dass man Glück planen kann. Schlicht und einfach, weil man es nicht beeinflussen kann. Glück ist ein Geschenk!

Glücklich sein heisst nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen 

Dass ich mich als glücklichen Menschen bezeichne, verdanke ich vielleicht meiner Fähigkeit, die wunderbaren Momente grossen und kleinen Glücks bewusst wahrzunehmen, dankbar anzunehmen und sie in meinem Herzen zu bewahren. Und wenn es einmal nicht so rund läuft, dann versuche ich mich an diese Momente zu erinnern.

Das Glück hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab

(Marc Aurel)

Auch wenn ich Glück nicht planen kann – Gott sei Dank vielleicht – so kann ich aber doch die Einstellung zu meinem Leben beeinflussen.

  • Ich mache mir bewusst, was ich bisher schon alles (erreicht) habe.
  • Ich versuche meine Ansprüche herunterzuschrauben. An mich, an die anderen und an das Leben.
  • Ich freue mich über das Hier & Jetzt. Es könnte doch alles schlimmer sein, oder? Das Glas ist halb voll und nicht halb leer!
  • Ich nehme mir vor, zufrieden(er) zu sein.

Ja, Zufriedenheit kann man trainieren. Zum Beispiel, indem man sich ganz bewusst auch über die kleinen Dinge des Lebens freut:
Einen Sonnenuntergang, ein tolles Gespräch mit einem besonderen Menschen, eine Blume im Schnee, ein unverhofftes Lob, ein Lächeln – es muss wahrlich nicht der Sechser im Lotto sein… Ist man nicht dann ein wirklich glücklicher Mensch, wenn man zufrieden ist?
Ich glaube, dass ist das wahre Streben nach Glück (pursuit of happiness).

Foto: ©Calado-Fotolia.com

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