Dom Hotel . Hochzeitsnacht 1930

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Dom Hotel zu Köln

Kürzlich begleitete ich meinen Mann zu einem wichtigen Termin nach Köln. Der Tag der Reise fiel auf unseren Hochzeitstag.
Eine Nacht in Köln – ich freute mich und begann Pläne zu schmieden. Köln ist eine tolle Stadt und ich war schon sehr lange nicht mehr im Dom gewesen. Dann gibt es noch das Museum Ludwig, das Brauhaus Früh...
Ich begab mich auf die Suche nach einem zentral gelegenen Hotel und stieß im Internet auf das „Dom Hotel“. Plötzlich erinnerte ich mich. War das nicht das Lieblingshotel meines längst verstorbenen Großvaters gewesen?

Hochzeitsnacht im Dom Hotel

Auf Nachfrage erfuhr ich von meinen Eltern, dass mein Großvater im Juni 1930 im "Dom Hotel" zu Köln seine Hochzeitsnacht verbracht hatte, um von dort aus am nächsten Morgen mit meiner Großmutter nach Bayern in die Flitterwochen zu fliegen. Wow! Im Jahre 1930!? Das war vor 82 Jahren!

Für mich stand fest: wir mussten im "Dom Hotel" übernachten. Ich reservierte uns ein Zimmer und freute mich darüber, auf meines Großvaters Spuren wandeln zu können.

 

Stilecht fuhren wir vor. Hotelgästen ist es gestattet über den ansonsten für den Verkehr gesperrten Domplatz vorzufahren und wir parkten quasi direkt vor dem Dom!
Ein Page trug das Gepäck in die Lobby, ein anderer parkte das Auto in der Tiefgarage. An der Rezeption wurden wir freundlich begrüßt. Auf die Frage der jungen Dame, ob dies unser erster Aufenthalt in ihrem Hause sei, fühlte ich mich ermutigt und erzählte ihr die kleine familiäre Anekdote von der Hochzeitsnacht meines Großvaters und unserem eigenen heutigen Hochzeitstag. Die Hotelangestellten gratulierten uns herzlich.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, nahmen wir den Weg über die ausladenden Treppengänge mit ihren Marmorvertäfelungen und Kronleuchtern hinunter in die Lobby und bewunderten den Flair dieses geschichtsträchtigen Hauses. Wir versuchten uns vorzustellen, wie meine jung vermählten Großeltern in der Mode der Dreißiger Jahre gekleidet vor 82 Jahren durch eben diese Gänge schritten.

Köln at its best

Doch dann zog es mich hinüber zum Dom. Für mich ist dieses Gotteshaus nach wie vor eine der eindrucksvollsten Kathedralen der Welt -  einfach überwältigend schön! Im Museum Ludwig wurde gerade David Hockney’s „The bigger picture“ gezeigt. Ein weiteres Highlight.

Inzwischen war es dunkel geworden, doch wir bummelten wie andere Touristen und Einheimische durch die immer noch lebhafte Innenstadt um anschließend in das traditionelle Brauhaus Früh am Dom einzukehren. Nach einem anschliessenden kurzen Besuch in der Hotelbar – mit Blick auf den beleuchteten Dom – zogen wir uns auf unser Zimmer zurück.

Oben angekommen erwartete uns eine Überraschung:
Die Dame an der Rezeption hatte uns einen üppigen Obstkorb zusammen mit einem guten Tropfen auf unser Zimmer geschickt – offensichtlich freute sie sich mit uns über unsere kleine Geschichte.
Ich werde sie auf jeden Fall weitererzählen!

Fotos: ©hmk

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