Angst . Ein limitierender Faktor

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Ich habe Angst

Kennst du das?
Plötzlich zieht sich der Magen zusammen, das Herz beginnt zu rasen, kalter Schweiß bricht aus, die Hände werden feucht und man kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Es gibt unzählige Situationen, in denen das passieren kann:

  • Auf der Suche nach dem eigen Auto in einer düsteren Tiefgarage
  • Unmittelbar vor einer wichtigen Präsentation oder Vortrag
  • Nachts von einem unbestimmten Geräusch aus dem Schlaf gerissen
  • Beim Besteigen eines Flugzeugs
  • Beim Herantreten an einen tiefen Abgrund ...

Diese Reaktion unseres Körpers ist ganz normal. Als ein Überbleibsel der Evolution signalisiert sie Gefahr signalisieren und soll uns auf eine eventuelle Flucht vorbereiten. Doch in unserer zivilisierten Welt brauchen wir dieses angeborene Warnsystem im Alltag eher selten.

Die Ereignisse auf die wir heute mit Furcht, Angst oder sogar Panik reagieren, sind andere und für uns nicht lebensbedrohlich im eigentlichen Sinne.
Und dennoch ist sie da. Unsere Angst.
Sie kann im schlimmsten Fall sogar unsere Lebensqualität einschränken.

Fachleute unterscheiden drei Formen der Angst

  • Angst ist ein angesichts einer Gefahr mit Beklemmung, Bedrückung oder Erregung einhergehender Gefühlszustand; Ein undeutliches nicht objektbezogenes Gefühl des Bedroht-seins.
  • Furcht ist das meist rational begründete, objektbezogene Gefühl des Bedroht-seins angesichts einer konkreten Bedrohung oder Gefahr. (Im Gegensatz zur Phobie, die nicht rational begründet ist.)
  • Panik ist ein durch eine plötzliche Bedrohung oder Gefahr hervorgerufene übermächtiges Gefühl von Angst, das unser Denken lähmt oder zu kopflosem Denken führt.

Wenn die These stimmt, dass es heute in unserem Alltag in der Regel keinen Grund mehr für das Auslösen dieses Fluchtmechanismus gibt, warum reagieren wir dann immer noch so?
Nun, meistens handelt es sich bei Situationen, die diese Reaktionen hervorrufen um Auslöser, die uns an unangenehme Erlebnisse aus unserer Vergangenheit erinnern. Sie lösen Stress aus und können uns in Form von Blockaden sogar ziemlich belasteten.

Ich selbst hatte, so lange ich mich erinnern kann, Panik vor allem was fliegen kann und Federn hat: Vögel alle Art, Enten, Schwäne, selbst Hühner waren mir nicht geheuer.
Niemand konnte sich erklären, woher diese Panik kam. Und ja, ich hatte sie schon bevor ich das erste Mal Alfred Hitchcocks Vögel im Fernsehen anschaute. Tatsache ist, dass mich diese Panik ziemlich einschränkte.

Limitationen

  • Als Kind wollte ich nie Freunde besuchen, die sich einen Wellensittich oder ähnliches als Haustier hielten. Schon alleine die  Vorstellung, „Hansis“ Krallen auf meinem Kopf zu spüren, jagten mir Angstschauer über den Rücken.
  • Samstagsvormittags-Bummel durch die Innenstadt waren ein einziger Spießrutenlauf für mich. Durch die bösartigen Tiefflug-Attacken der Tauben fühlte ich mich ständig bedroht, nicht selten ließen mich diese Flugmanöver erschrocken zusammenzucken oder sogar laut aufschreien.
  • Die Vorstellung, mich durch eine Ansammlung von pickenden Tauben auf einem großen Stadtplatz durcharbeiten zu müssen war für mich der reinste Horror.
  • Selbst der Biergartenbesuch im Freien wurde mir durch umherflatternde Spatzen verleidet. Deren Fresslust und damit verbundenen frech zutraulichen Annäherungsversuche riefen in mir unkontrollierte panische Reaktionen hervor.

Im Laufe der Zeit hatte ich Strategien entwickelt und perfektioniert, wie ich mögliche Zusammentreffen mit fliegenden Zeitgenossen vermeiden konnte. Auch wenn ich meine Freizeitgestaltung durchaus einschränken musste, weil ich auf bestimmte Aktivitäten einfach verzichtete.
Selbstverständlich fiel meine panische Reaktion deswegen keinesfalls gemäßigter aus, wenn es doch einmal zu einem spontanen Kontakt mit Vögeln kam.

Wenn Angst zur Gefahr wird

Ein anderes Ereignis bescherte mir eine andere Art von Angst oder Panik.
Nach einem Unfall entwickelte ich eine ungewöhnlich starke Höhenangst, die ich mir bis heute nicht erklären kann.

  • Ich war nicht mehr in der Lage, mich in einem vernünftigen Abstand einer Steilkante zu nähern, noch konnte ich tolerieren oder zusehen, wenn andere das taten.
  • Ich konnte selbst über brusthohe Mauern oder Absperrungen nicht mehr hinab in die Tiefe schauen
  • Höhenwege oder Gratwanderungen waren unmöglich zu bewältigen
  • Selbst auf schmalen, steil abfallenden Straßen konnte ich noch nicht einmal mehr im Auto Ruhe bewahren und musste die Augen schließen.

Plötzlich wurden Bergwanderungen, Trekking-Touren oder Autofahren auf unbekannten Straßen zu einem Risiko für mich. Es konnte durchaus passieren, dass ich nicht mehr weiterkam.

Ich wusste, dass es so nicht weitergehen konnte und beschloss, etwas zu unternehmen.
Durch Zufall hörte ich im letzten Sommer zum ersten Mal über eine neue Methode, die sich für mich spannend und erfolgversprechend anhörte: wingwave® Coaching gegen Angst.

Hier liest du, wie es weiter geht: Angst . die Befreiung

Foto: © olly - Fotolia.com

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